Schueler

Sprachförderung

Sprachförderung am Louise Weiss Gymnasium

Neben der Vermittlung von Fach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen ist der systematische Aufbau der Sprachkompetenz (Lese- und Schreibkompetenz) für uns am Louise Weiss Gymnasium besonders wichtig. Denn eine hohe Sprachkompetenz ist sehr wichtig für eine erfolgreiche Schullaufbahn sowie für das berufliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben insgesamt. Als eine Schule mit internationaler Schülerschaft wissen wir, dass die Schülerinnen und Schüler, die aus verschiedenen Ländern zu uns kommen, unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen. Insbesondere die sprachlichen Vorkenntnisse der Kinder und Jugendlichen sind sehr unterschiedlich. Deshalb hat die umfassende und gezielte Förderung von Sprachkompetenz am Louise Weiss Gymnasium einen besonderen Stellenwert. Unser Sprachförderkonzept umfasst die additive Sprachförderung in Klassen 5-8, die integrative Sprachförderung in den Klassen 5-10 sowie die Kompetenzkurse für die ehemaligen IVK Schüler (3. Phase).

 

Additive Sprachförderung Klasse 5-8

In diesen Jahrgängen erfolgt die additive Förderung sprachlicher Defizite im Umfang von einer Stunde pro Woche und umfasst folgende Bausteine: Baustein 1: Rechtschreibtraining Baustein 2: Grammatiktraining Baustein 3: Lesetraining

 

Lesetraining

Um den individuellen Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, werden sie am Beginn des Jahrgangs 5 (in den ersten drei Wochen) auf einen möglichen Förderbedarf in dem Bereich Leseverstehen mit dem Stolperwörterlesetest (SWT) getestet. Die Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Klassen- und Deutschlehrer erhalten anschließend eine Übersicht über den Förderbedarf der Klasse. Anfang Januar und im Mai wird der SWT wiederholt, die Kinder und die Eltern bekommen eine Rückmeldung über die Fortschritte.

 

Rechtschreibtraining:

Alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen schreiben am Anfang und am Ende des Schuljahres ein einheitliches Diktat, die Auswertung erfolgt durch die Deutschlehrer. Die Überprüfung mit der Hamburger Schreibprobe (HSP) findet nach Bedarf zwei Mal im Jahr statt. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Förderung ergeben sich aus den jeweiligen Defiziten der Klassenstufen.

 

Grammatiktraining

Aufgrund der Beobachtung der Schüler im Unterricht (Klassenarbeiten, Hausaufgaben, laufende Unterrichtarbeit) ergeben sich Schwerpunkte für die additive Förderung. Den Förderunterricht erteilt der jeweilige Deutschlehrer der Klasse in Gruppen von ca. 10 Kindern. Alle Kinder, die in den Tests den Wert „sehr unsicher“ haben, bekommen einen Diagnose- und Protokollbogen im LIQ Portal. Ihre Entwicklung wird systematisch protokolliert. Die Sprachförderung beginnt in der dritten Woche nach Schulbeginn und geht zunächst bis zum Ende des Schuljahres. Hier werden erneut alle Schüler des Jahrgangs auf ihre Lernerfolge bzw. einen zukünftigen Förderbedarf in der nächsten Klasse mit vergleichbaren Methoden bzw. Tests überprüft.

Katarzyna Haase-Georg
Ansprechpartnerin für die Sprachförderung am Louise Weiss Gymnaisum

 

.. in Regelklassen

am Louise Weiss Gymnasium

In den Deutsch- Kompetenzkursen werden Schülerinnen und Schüler aus den Vorbereitungsklassen gefördert, die neu in die Regelklassen 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 übergegangen sind (3. Phase der Sprachförderung). Das additive Förderangebot im Umfang von zwei Stunden wird von Deutschfachlehrkräften erteilt. Das Fördermaterial ist so konzipiert, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, individuell ihr Wissen zu erweitern und zu trainieren, um den Anforderungen des Regelunterrichts zu entsprechen. Der Schwerpunkt in der Förderarbeit liegt auf der Wortschatzerweiterung und der Lese-und Schreibkompetenz. In allen Stufen üben die Schülerinnen und Schüler nach individuellem Bedarf auch Rechtschreibung, Grammatik und Wortschatz. Die Schülerinnen und Schüler werden in den Kompetenzkursen auf das Deutsche Sprachdiplom der Stufe B1 (Klasse 7 und 8) und der Stufe C1 (Klasse 9 und 10) vorbereitet.

Das Ziel unserer Sprachfördermaßnahmen ist eine spürbare Verbesserung der Sprach- und Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler. Der Übergang in die Mittelstufe bzw. in die Oberstufe soll ihnen erleichtert werden.

 

Sprachförderkonzept

Integrative Sprachförderung Klasse 5-10

 

Lesetraining Lesepaten:

Die Ergebnisse des Stolperwörtertests bilden eine Grundlage für die Zuteilung der Lesepaten. Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5 nehmen im Klassenverband am Lesepaten- Projekt teil. Dieses Projekt hat sich an unserer Schule bewährt und wird von September bis Mai durchgeführt.

 

Antolin:

Verschiedene Klassen nehmen an dem Programm Antolin teil. In diesem Projekt beantworten Schüler Online Fragen zu gelesenen Büchern/ Hörbüchern, sammeln Punkte und erhalten eine Urkunde.

 

Vorlesewettbewerb:

Jedes Jahr nehmen alle 6.Klassen an dem schulinternen Vorlesewettbewerb teil. In der Vorbereitungsphase im Rahmen des Deutschunterrichts wird die Lesekompetenz geschult und die Lesemotivation gesteigert.

Die Schülerbibliothek unterstützt maßgeblich die Arbeit der Leseprojekte. Glossare: verpflichtend in jedem Fachunterricht Fachsprachen: Erweiterung des Vokabulars in den Profilfächern Geschichte: Zusatzmaterial für differenzierten Unterricht Mathe: Anpassung der Operatoren für die 5. und 6. Klasse Wörterbücher: Verpflichtende Benutzung der Wörterbücher: Kl. 5/6 „Wortprofi“, ab Klasse 7 „Duden“

Die integrative Sprachförderung umfasst auch folgende Bereiche:

 

Mündlich:

  • Einforderung von grammatikalisch vollständigen Sätzen
  • Bei unkorrekten Sätzen wird korrigiert
  • Korrekte Aussprache
  • Begriffsklärung

 

Schriftlich:

  • Einführung der Fachbegriffe im Kontext
  • Anfertigen von Wortlisten (Artikel, Plural, Wortfamilie)
  • Obligatorische Benutzung von Rechtschreibwörterbüchern beim Lesen und Schreiben
  • Korrektur der Klausuren durch Schüler mithilfe der Wörterbücher.

 

Sonstiges:

  • Schüler benutzen die Sprachbausteine aus dem schulinternen Methodencurriculum.
  • Für die Vertretungsstunden im Fach Deutsch steht eine Materialienkiste zur Verfügung.
  • In allen Stufen üben die Schülerinnen und Schüler nach individuellem Bedarf auch Text- und Methodenkompetenzen.

 

Elternarbeit

  • Die Eltern bekommen eine schriftliche Rückmeldung über die Testergebnisse und die Möglichkeit/Notwendigkeit der Förderung.
  • Die SLB stellt das Förderkonzept auf dem jeweils 1. Elternabend der 5. Klassen vor und zeigt Möglichkeiten der häuslichen Unterstützung auf (insbesondere auch für Eltern mit nicht-deutscher Herkunftssprache).